Zuckerstreuer
Zuckergefäß mit napfförmigem Unterteil, aus dem sich der schmale Gefäßkörper nach oben konkav verjüngt. Den oberen Abschluss bildet ein kuppelartiger Deckel mit verschiedenen Durchbrechungen sowie einem kleinen Knauf. Zum Befüllen lässt sich der Zuckerstreuer mittels Schraubgewinde öffnen.
Zucker galt über Jahrhunderte als kostbares Lebensmittel. Da er zunächst ausschließlich aus Zuckerrohr gewonnen und aus dem östlichen Mittelmeerraum sowie später aus Übersee importiert wurde, war er nur wohlhabenden Bevölkerungsschichten zugänglich. Seine Exklusivität spiegelte sich in aufwendig gestalteten Zuckerstreuern aus Zinn oder Silber wider. Erst Ende des 18. Jahrhunderts gelang es, aus der Runkelrübe die zuckerreichere Zuckerrübe zu züchten. Mit dem Ausbau der Rübenzuckerproduktion zu Beginn des 19. Jahrhunderts konnte Zucker in Europa preisgünstig und in größeren Mengen hergestellt werden.
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Objektdaten
- Höhe 15.2 cm



